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Waggi auf der Suche nach der Angst

Kurzgeschichte für Kinder von Stefan Mueller-Veeh

Die gelbe Ente Waggi besuchte ihre Oma und ihren Opa in deren Haus am Stadtrand. Dort ließ es sich Waggi richtig gut gehen. Waggi saß am warmen Kamin, während Oma Kekse backte und Opa Holz hackte. Wenn es Waggi zu langweilig wurde, spielte sie entweder mit ihren Bauklötzen, oder sie malte Bilder. Es war einfach urgemütlich bei Oma und Opa.

Aber es gab auch manches in diesem schönen Haus, was ihr gar nicht geheuer vorkam. Es gab dunkle Stellen, da traute sich Waggi nicht alleine hin. Waggi hatte Angst. Als Opa dies hörte, beschloß er, mit Waggi diese geheimnisvolle Angst zu suchen. Er nahm sie an die Hand, und so gingen sie los, auf der Suche nach der Angst.

Erst gingen sie die Treppe rauf. Vor lauter Sucherei war es Opa, der fast die Treppe runterfiel, wenn Waggi ihn nicht fest gehalten hätte. Sogleich schauten sie an der Stelle, wo Opa fast gestürzt wäre, ob da vielleicht die Angst steckte. Aber sie fanden nichts. Es lag wohl weniger an der Angst, als vielmehr an der Schusseligkeit von Opa. Also suchten sie weiter. Auf dem Dachboden zeigte Waggi auf eine dunkle Stelle hinter dem Kamin. Sie schauten sofort nach, aber auch dort war keine Angst zu finden. So machten sie sich auf, zwischen dem Gerümpel, welches immer so seltsame Schatten warf, nach der Angst zu suchen. Vergeblich, wie sich herausstellte, denn auch dort war keine Angst. Sie war plötzlich einfach weg. So beschlossen sie, in den Keller zu gehen, wo es auch tagsüber immer dunkel war und der Waggi überhaupt nicht geheuer vorkam. Ein verstohlener Blick in die Speisekammer ließ Waggi erahnen, daß hier die Angst verborgen sein müßte. Statt dessen roch es köstlich nach frischgebackenem Brot, Äpfeln, Nüssen und Keksen. Hier konnte man köstlich naschen, aber keine Angst finden. Waggi wollte die Suche hier abbrechen, denn es war ja bald Mittag. Doch Opa erinnerte sie daran, daß es ja noch Stellen in dem Haus gab, wo sie noch nicht gesucht hatten.

So suchten sie in der Wäschekammer, im Heizungskeller, in der Sauna, in den Schränken, einfach überall. Plötzlich sah Waggi etwas, was ganz nach Angst aussah. Es war eine braune Fläche mit ein paar Knöpfen drauf, welche sich an der Außenwand zur Sauna befand. Dieses seltsame Ding sah sehr nach Angst aus. Waggi verkroch sich hinter Opa, doch dieser griff fest nach Waggis Hand, und sie gingen langsam auf dieses Ding zu. War das etwa die Angst? Tapfer ging sie mit, ließ sich hochheben, während Ihr Herz begann, schneller und schneller zu klopfen. Sie beäugte das Ding erst aus sicherer Entfernung, ließ sich langsam näher ranheben und schaute mit prüfendem Blick, ob so die Angst aussah. Aber je näher sie an das braune Ding kam, stellte sie fest, daß so die Angst bestimmt nicht aussah.

Waggi begann allmählich zu vermuten, daß es die Angst war, die Angst vor ihr hatte. Denn immer dann, wenn sie auf die Angst zuging, war diese bereits weg, sobald sie bei ihr angekommen war. Also beschloß Waggi, zukünftig auf die Angst zuzugehen, um sie so zu vertreiben und überall dort hingehen zu können, wo sie hinwollte, ohne Angst zu haben.

Die gelbe Ente Waggi besuchte ihre Oma und ihren Opa in deren Haus am Stadtrand. Dort ließ es sich Waggi richtig gut gehen. Waggi saß am warmen Kamin, während Oma Kekse backte und Opa Holz hackte. Wenn es Waggi zu langweilig wurde, spielte sie entweder mit ihren Bauklötzen, oder sie malte Bilder. Es war einfach urgemütlich bei Oma und Opa.

Aber es gab auch manches in diesem schönen Haus, was ihr gar nicht geheuer vorkam. Es gab dunkle Stellen, da traute sich Waggi nicht alleine hin. Waggi hatte Angst. Als Opa dies hörte, beschloß er, mit Waggi diese geheimnisvolle Angst zu suchen. Er nahm sie an die Hand, und so gingen sie los, auf der Suche nach der Angst.

Erst gingen sie die Treppe rauf. Vor lauter Sucherei war es Opa, der fast die Treppe runterfiel, wenn Waggi ihn nicht fest gehalten hätte. Sogleich schauten sie an der Stelle, wo Opa fast gestürzt wäre, ob da vielleicht die Angst steckte. Aber sie fanden nichts. Es lag wohl weniger an der Angst, als vielmehr an der Schusseligkeit von Opa. Also suchten sie weiter. Auf dem Dachboden zeigte Waggi auf eine dunkle Stelle hinter dem Kamin. Sie schauten sofort nach, aber auch dort war keine Angst zu finden. So machten sie sich auf, zwischen dem Gerümpel, welches immer so seltsame Schatten warf, nach der Angst zu suchen. Vergeblich, wie sich herausstellte, denn auch dort war keine Angst. Sie war plötzlich einfach weg. So beschlossen sie, in den Keller zu gehen, wo es auch tagsüber immer dunkel war und der Waggi überhaupt nicht geheuer vorkam. Ein verstohlener Blick in die Speisekammer ließ Waggi erahnen, daß hier die Angst verborgen sein müßte. Statt dessen roch es köstlich nach frischgebackenem Brot, Äpfeln, Nüssen und Keksen. Hier konnte man köstlich naschen, aber keine Angst finden. Waggi wollte die Suche hier abbrechen, denn es war ja bald Mittag. Doch Opa erinnerte sie daran, daß es ja noch Stellen in dem Haus gab, wo sie noch nicht gesucht hatten.

So suchten sie in der Wäschekammer, im Heizungskeller, in der Sauna, in den Schränken, einfach überall. Plötzlich sah Waggi etwas, was ganz nach Angst aussah. Es war eine braune Fläche mit ein paar Knöpfen drauf, welche sich an der Außenwand zur Sauna befand. Dieses seltsame Ding sah sehr nach Angst aus. Waggi verkroch sich hinter Opa, doch dieser griff fest nach Waggis Hand, und sie gingen langsam auf dieses Ding zu. War das etwa die Angst? Tapfer ging sie mit, ließ sich hochheben, während Ihr Herz begann, schneller und schneller zu klopfen. Sie beäugte das Ding erst aus sicherer Entfernung, ließ sich langsam näher ranheben und schaute mit prüfendem Blick, ob so die Angst aussah. Aber je näher sie an das braune Ding kam, stellte sie fest, daß so die Angst bestimmt nicht aussah.

Waggi begann allmählich zu vermuten, daß es die Angst war, die Angst vor ihr hatte. Denn immer dann, wenn sie auf die Angst zuging, war diese bereits weg, sobald sie bei ihr angekommen war. Also beschloß Waggi, zukünftig auf die Angst zuzugehen, um sie so zu vertreiben und überall dort hingehen zu können, wo sie hinwollte, ohne Angst zu haben.


© by Stefan Mueller-Veeh

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10.07.99